Ein stinknormaler Tag? Von wegen! Die Klasse 4c zu Besuch im Klärwerk
An einem Mittwoch Ende April tauschte die Klasse 4c das Klassenzimmer gegen eine ordentliche Brise Kläranlangen- Luft und hielt sich öfter mal die Nase zu: Es ging zu unserem örtlichen Klärwerk in Mühldorf. Dass Abwasserreinigung nichts für empfindliche Nasen ist, merkten die Kinder sofort bei der Ankunft. Hier ist der Bericht von unserem hautnahen Erlebnis durch den „Magen“ der Stadt:
- Die Grobreinigung: Erstmal den groben Dreck raus!
Der Rundgang startete am Rechengebäude. Hier wird all das aus dem Wasser gefischt, was eigentlich gar nicht in die Toilette gehört. Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie sahen, wie riesige Metallrechen feuchte Tücher, Wattestäbchen und kleine Gegenstände aus der braunen Brühe zogen.
„Iiiih“, riefen die Schüler bei der Ankunft und hielten sich sofort ihre Nasen zu, während die Gruppe schnell zur nächsten Station eilte. Der Geruch nach „faulem Ei“ und nassem Müll gehörte zum vollen Erlebnis einfach dazu.
- Sandfang und Vorklärbecken: Ruhe vor dem Sturm
Im Sandfang wurde das Wasser langsamer. Die Kinder konnten beobachten, wie schwerer Sand und kleine Steinchen zu Boden sanken, während oben das Fett abgeschöpft wurde. Im anschließenden Vorklärbecken sah das Wasser zwar immer noch nicht zum Baden aus, aber der gröbste Schlamm war bereits verschwunden.
- Das Highlight: Die „Monster“ bei der Arbeit
Nachdem der physische Dreck weg war, ging es ans Eingemachte. Im Belebungsbecken wird das Wasser kräftig mit Sauerstoff durchgepustet, damit die kleinsten Mitarbeiter der Kläranlage richtig Hunger bekommen.
Das absolute Highlight wartete jedoch im Labor. Dort durften die Kinder einen Blick auf einen großen Bildschirm werfen, der mit einem Mikroskop verbunden war. Was sie dort sahen, sorgte für offene Münder:
- Bakterien-Action: Auf dem Monitor wimmelte es von winzigen Lebewesen.
- Die Putzkolonne: Man konnte genau sehen, wie die winzigen Einzeller und Glockentierchen umherflitzten.
- Hungrige Helden: „Schaut mal, der frisst gerade ein Stück Dreck!“, riefen die Schüler begeistert.
Zu sehen, wie diese mikroskopisch kleinen „Helfer“ den unsichtbaren Schmutz förmlich auffressen, beeindruckte die 4c nachhaltig. Plötzlich war der Gestank vom Anfang vergessen – die Faszination über die Natur, die uns beim Saubermachen hilft, überwog.
Das Fazit der Klasse
Am Ende des Tages war klar: Wasser ist kostbar, und es steckt eine Menge Arbeit und eine Menge fleißige Bakterien dahinter, bis es wieder sauber in den Fluss fließen kann. Die 4c ist nun um eine wichtige Lektion reicher – und um die Erkenntnis, dass Bakterien manchmal die coolsten Haustiere der Welt sind.









